„Nichts wird mehr so sein, wie es war.“ Dieser häufig strapazierte Satz, der am liebsten nach Terror-Anschlägen gebraucht wird, könnte genauso gut auf den 25. Mai 1977 datiert werden. An dem Tag startete 20th Century Fox in den USA Star Wars und etablierte ein neues Format, das gemeinhin als Blockbuster, von bösen Zungen auch Popcorn-Kino bezeichnet wird. Was George Lucas seinerzeit auf die Beine stellte, war ein „Schlüsseldatum für die Wirtschaftsgeschichte des Kinos“, behauptet Laurent Jullier in seinem Buch Star Wars – Anatomie einer Saga. Zugleich habe Krieg der Sterne die Kulturgeschichte des Kinos weiter geschrieben und neue Dimensionen in der technischen Aufbereitung gesetzt. Das ist alles verständlich und nachvollziehbar. Allerdings: Der französische Autor, dessen Werk seit Februar in deutscher Übersetzung vorliegt, nähert sich diesem Phänomen auf eine wissenschaftliche Art und Weise. Und die dürfte nicht jedem Fan gefallen. Äußerst detailliert seziert Jullier, der an der Pariser Sorbonne-Universität lehrt, die sechsteilige Reihe. Dabei verwendet er zumeist eine Sprache, für die ein spezieller Zugang vonnöten ist.
Star Wars – Anatomie einer Saga
6. Juli 2007Nicole Kidman – Die Dolmetscherin
12. Juni 2007
In der jüngst veröffentlichten Biografie über Nicole Kidman stehen viele kluge und weniger intelligente Sätze. Der Autor, David Thomson, hat ein großes Faible für die Schauspielerin. Und das merkt man auf fast jeder der 350 Seiten. Zugleich missfällt ihm eine Reihe von Filmen, die Kidman gedreht hat, darunter auch Die Dolmetscherin. Dieser Streifen erweise sich als die Art von barem Unsinn, „zu dem sich Filmstars immer wieder breitschlagen lassen und den Nicole Kidman 2005 besser sein gelassen hätte“(1), schreibt der Autor und setzt fort: „Um es noch deutlicher zu sagen: Man sollte nicht Dogville und Die Dolmetscherin in ein und derselben Lebensspanne drehen, denn das wäre so, als würde man sich innerhalb eines Lebens die Ideale von Frank Sinatra und Arthur Miller zu eigen machen.“(2)
Verfasst von dvdiscovery
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