Der Kandidat – Optimum UK

20. Januar 2009

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Heute wird Barack Obama offiziell als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. In der Filmgeschichte gibt es viele Beispiele, die – eingebettet in eine fiktive Geschichte – den Versuch unternehmen, so etwas wie Realpolitik abzubilden. Hinter diese Kulissen von Skrupel und Skrupellosigkeit blickt etwa Franklin J. Schaffner mit seinem Meisterstück Der Kandidat (im Original: The Best Man). Henry Fonda und Cliff Robertson wetteifern um das politische Amt und suchen, jeder auf seine Art und Weise, den Erfolg. In England ist das dialogbetonte Drama, das auf Gore Vidals Broadway-Erfolg beruht, unlängst auf DVD erschienen. Mit einer recht simplen Ausgabe ohne Extras, dafür immerhin mit einem stimmungsvollen Menü.

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Wallace and Gromit-Festival von Concorde

19. Januar 2009

Alle Wallace & Gromit-Fans sollten sich schon einmal den 4. März 2009 im Kalender rot anstreichen. Dann veröffentlicht Concolino, das Kinder-Label von Concorde Home Entertainment, das allerneueste Abenteuer um Herrchen und Hund auf DVD: Auf Leben und Brot (2008) heißt der 30-minütige Kurzfilm, in dem Wallace & Gromit eine Bäckerei eröffnen – und über einen mysteriösen Mordfall stolpern.

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Patrick McGoohan verstorben

18. Januar 2009

If whatever we wanted to say is not contained within the episodes of the series then I failed in the production of them and any amount of chit-chat now will not make good that omission.

Mit diesem Kommentar erläuterte Patrick McGoohan, kurz und schmerzlos, seine Abwesenheit im Bonusmaterial der Special Edition von The Prisoner. Jener exzellenten Serie, in der er von 1967 bis 1968 Nummer 6 spielte, einen Ex-Geheimagenten, der darüber rätselt, warum er an einem streng überwachten Ort festgehalten wird. Immerhin gab McGoohan eine Begründung, die das britische Network-Label sogar den Extras der Serienbox voranstellte.

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Im Reiche des silbernen Löwen

18. Januar 2009

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Seine Premiere feierte das dritte und letzte Orient-Spektakel Im Reiche des silbernen Löwen am 31. Dezember 1965. Ein sehr ungewöhnliches Datum: Karl May an Silvester? Aus steuerlichen Gründen hatte der Nora-Verleih durchgesetzt, den Film noch weit vor dem ursprünglichen Termin im Frühjahr 1966 schnell ins Kino zu bringen. Mit einer Kopie lief er also im Bremer City-Lichtspieltheater an. Es war die merkwürdigste Premiere eines Karl-May-Films: ohne Stars, ohne Aufsehen und ohne dass das Publikum überhaupt merkte, an einer Weltpremiere teilzunehmen.* Danach verschwand er sofort von der Bildfläche und tauchte erst wieder am 18. Februar 1966 bundesweit auf.

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Durchs wilde Kurdistan

17. Januar 2009

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Das zweite Orient-Abenteuer mit Kara Ben Nemsi (Lex Barker) und Hadschi Halef Omar (Ralf Wolter). Diesmal geht es Durchs wilde Kurdistan. Für Produzent Artur Brauner erwies sich der Film anfangs als Erfolg, wenngleich es mehrere juristische Nachspiele gab. Die spanischen Ko-Produzenten forderten mehr Geld, Lex Barker und der gefeuerte Regisseur Franz Josef Gottlieb ebenso. So wurde also munter vor Gericht gestritten, worüber die Medien gerne berichteten. Eigentlich eine unbezahlbare Werbung für den Film, die Brauner dennoch teuer zu stehen kam: Er musste in zwei von drei Fällen zahlen.

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Der Schut

16. Januar 2009

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Als die Filmbewertungsstelle 1964 das Orient-Spektakel Der Schut in die Hände bekam, hoben die Wiesbadener Pädagogen nicht nur ihren Zeigefinger, sondern verurteilten auch den mangelnden Realismus der Karl-May-Verfilmung:

Die an sich amüsante Nebenhandlung gerät so sehr in den Vordergrund, dass von der eigentlichen, ohnehin dünnen Geschichte noch weniger übrig bleibt. Auch in einem Abenteuerfilm dieser harmlosen Art darf nicht Unmögliches vorgeführt werden. Ein einziges Beispiel sei hier nur erwähnt: der Versuch, Kara Ben Nemsi hinter einem vielfach gespannten Wagen kilometerweit zu Tode schleifen zu lassen, wobei nicht einmal der Anzug des Helden leidet.

Tja, willkommen in der Fantasie-Welt von Karl May und Artur Brauner!

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Mit Schirm, Charme und Melone: Update

12. Januar 2009

Wie bereits in dieser Meldung angekündigt, veröffentlicht Kinowelt Home Entertainment am 3. April 2009 die erste Edition der populären britischen TV-Serie Mit Schirm, Charme und Melone. Ihre Premiere feiert sie allerdings bereits in wenigen Wochen als Sonderauflage: Am 10. Februar wird die schmucke DVD-Box in sämtlichen Regalen der Weltbild-Filialen zum Preis von 49,99 Euro ausliegen. Wie Kinowelt gegenüber DVDiscovery bestätigt, hat sich die Augsburger Verlagsgruppe ein exklusives Vorverkaufsrecht mit knapp zweimonatigem Zeitfenster gesichert. Bislang hieß es, dass sich der Starttermin „wegen Materialproblemen“ verschiebe. Das dürfte nun hinfällig sein. Die Weltbild-DVDs werden inhaltsidentisch zur späteren Auflage sein. Kinowelt hat bereits 13 Episoden der FSK zur Prüfung vorgelegt. Jetzt stehen auch die Extrabeilagen fest. Enthalten sind ein Kurzfilm, der deutsche Vorspann, geschnittene Szenen und eine Fotogalerie. Bei der April-Ausgabe wird es jedoch zwei Unterschiede geben: Zum einen erscheint das Cover-Artwork ohne roten Weltbild-Schriftzug. Zum anderen liegt nur dieser Auflage ein Booklettext bei. Jeder Fan muss daher selbst entscheiden, welche Box ihm am liebsten wäre.

Foto: weltbild.de


The Dark Knight

11. Januar 2009

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Heureka! Da fliegt The Dark Knight, Christopher Nolans zweite ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Batman-Mythos, beim US-Start allen davon. Am Ende erobert er mit einem Einspiel von 531 Mio. US-Dollar den Jahressieg 2008 und darf sich sogar zweiterfolgreichster Film aller Zeiten nennen (hinter der unsinkbaren Titanic). Und in Deutschland? Selbst hier, auf Batman-feindlichem Territorium, läuft der Batmobilmotor im Turbogang. Zwar werden auch nicht annähernd dieselben Zahlen wie in den USA geschrieben. Dennoch schrammt The Dark Knight nur knapp an der Drei-Millionen-Besucher-Marke vorbei. Ein Riesenerfolg. Frühere Verfilmungen wie Batmans Rückkehr (972.000 Besucher) oder Batman & Robin (1,3 Mio.) blieben da weit hinter ihren Erwartungen zurück.

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24: Redemption – Fox UK

10. Januar 2009

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In der besten aller möglichen Welten, so wie sie einst der Philosoph Leibniz beschrieben hat, gäbe es keinen Platz für Jack Bauer. Dort müsste er nicht – wie etwa in 24: Redemption – eine Jungengruppe vor ihrem Schicksal als Kindersoldaten bewahren. Wir leben aber in einer Welt mit sehr realen Konflikten. Und da ist es gut, so einen wie Bauer zu haben – wenigstens im Film.

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Zahn um Zahn

7. Januar 2009

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Ist das nun Beirut oder Duisburg, das hier in Flammen steht? Am Anfang von Zahn um Zahn, dem ersten Kinoausflug von Horst Schimanski (Götz George), könnte die hässliche Ruhrpott-Stadt auch im Nahen Osten liegen. Ganze Häuserwände fliegen in die Luft, Polizisten wie Demonstranten werden niedergetrampelt. Mittendrin unser schnoddriger Hauptkommissar, der eine Familientragödie untersuchen muss, die ihn bis nach Marseille und zurück an den Rhein führt. Das Menü der EuroVideo-DVD ist mit seiner Waffen-Ästhetik recht martialisch ausgefallen. Dabei löst Schimanski die Fälle doch lieber mit seiner Impulsivität als mit einer Pistole.

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Zahn um Zahn – Schimanski und die Lizenz zum Werben

7. Januar 2009

Product Placement (PP) ist komischerweise das erste, was einem zu Zahn um Zahn, der Schimanski-Kinopremiere von 1985, einfällt. Wie kaum ein anderer versteht es unser Duisburger Doppel-P-Polizist mit der Lizenz zum Werben, allerlei Leckeres wie etwa Hustenbonbons in die Kamera zu halten (s. Foto unten). Das senkt die Herstellungskosten und erleichtert im Supermarkt die Fahndung nach dem richtigen Produkt im Regal. So schlägt man eben zwei Fliegen mit einer Klappe.

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Das Leben der drei heiligen Könige

6. Januar 2009

Es war einmal vor allzu langer Zeit, da lebten drei Weisen (merkwürdigerweise mit britischem Akzent) im Morgenland. Eines Tages brachen sie nach Bethlehem auf, um in einer Scheune das Jesuskind zu begrüßen. Falls jemand noch nicht wissen sollte, wie die heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar einst ausgesehen haben: Ein Forscherteam, das sich hauptberuflich mit der Wissenschaft des britischen Humors auseinandersetzt, hat das Trio weitgehend authentisch rekonstruiert. Noch heute wird am sogenannten Dreikönigstag (6. Januar) die Ankunft in katholischen Gegenden gefeiert, für die anderen aus dem protestantischen Norden ist es nur ein weiterer Tag, an dem die Süddeutsche Zeitung leider nicht erscheint.

DVD-Screencap: Das Leben des Brian (Sony Pictures Home Entertainment)


Jesse Stone – Death in Paradise

5. Januar 2009

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Aller guten Dinge sind drei. Mit der Episode Jesse Stone – Death in Paradise (ZDF-Untertitel: Totgeschwiegen) endet vorerst die Krimi-Reihe mit Tom Selleck in Deutschland. Den vierten Teil Sea Change gibt es derzeit nur in den USA auf DVD.

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Jesse Stone – Night Passage

5. Januar 2009

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Das Sequel, das eigentlich ein Prequel ist. Erzählt wird nämlich die Vorgeschichte, wie Jesse Stone (Tom Selleck) in Paradise seinen ersten Fall löst. Auf DVD ist der Krimi unter dem Titel Jesse Stone – Night Passage erhältlich. Das anglophobe ZDF bevorzugt den Untertitel Knallhart. TV-Termin ist der 7. Januar.

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Stone Cold – Eiskalt

5. Januar 2009

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Morgen Abend startet das ZDF eine kleine Reihe mit Jesse-Stone-Krimis, die auf Robert B. Parkers Geschichten beruhen. Tom Selleck spielt darin einen Polizisten, der wegen seiner Trunksucht von L.A. nach Paradise (Massachusetts) strafversetzt wird. Schnell findet er heraus, dass auch in der Provinz nicht unbedingt paradiesische Zustände herrschen. Gesendet werden die ersten drei Episoden der mittlerweile siebenteiligen Reihe. Den Anfang macht Jesse Stone – Eiskalt, der auf DVD den Titel Stone Cold – Eiskalt trägt.

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Silberling für Verflucht, verdammt und Halleluja-DVD

5. Januar 2009

Prämiert: Die Special Edition-DVD der Westernkomödie Verflucht, verdammt und Halleluja ist mit dem „Silberling“ der Zeitschrift Film-Dienst ausgezeichnet worden. „Die mit diesem Qualitätssiegel versehenen DVDs präsentieren den jeweiligen Kinofilm in einer außergewöhnlichen Fassung und/oder bereichern ihn durch überdurchschnittliches Sekundärmaterial“, so der allgemeine Hintergrund des Preises. In der Jury-Begründung heißt es kurz und knapp: „Wegen des filmhistorisch interessanten Booklets (44 Seiten), der Filmanalyse ‘E Poi Lo Chiamarono Il Magnifico’ von Filmhistoriker Antonio Bruschini (14 Min.) sowie des Features ‘Profession: Acrobat’ mit Darsteller Riccardo Pizutti (35 Min.).“

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Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe

4. Januar 2009

Vor sieben Jahren feierte Dario Argentos Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe seine deutsche DVD-Premiere. Der Giallo von 1969 erzählt die vertrackte Geschichte einer Mordserie in Rom. US-Schriftsteller Sam Dalmas (Tony Musante, Foto oben) wird unverhofft Zeuge, wie eine Frau einer solchen Attacke beinahe zum Opfer fällt. Von Neugier gepackt, ermittelt er selbst in dem Fall. Sam glaubt, etwas während der Tat gesehen zu haben. Etwas, das ihn zum Mörder führen könnte. Nur was?

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Die Männer – Orbit Media UK

3. Januar 2009

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Einen klügeren Start hätte Marlon Brando für seine Leinwandkarriere nicht wählen können. Frisch vom Broadway, wo er Kritiker wie Publikum in Endstation Sehnsucht begeistert hatte, spielt er hier einen querschnittsgelähmten US-Soldaten, der nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zurück ins Leben finden muss. Der Film feierte im Juli 1950 seine Premiere, just am selben Tag, als die Vereinigten Staaten in den Koreakrieg eintraten.

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Die Unschuldigen – WNP Frankreich

1. Januar 2009

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Nicht nur der Film Les Innocents (Die Unschuldigen) lebt von Sandrine Bonnaires unprätentiösem Auftritt in einer Geschichte über modernen Fremdenhass in Frankreich. Auch die Menü-Gestalter bedienen sich des Konterfeis dieser wunderbaren Schauspielerin, die viel zu selten Gast in deutschen Kinos ist.

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Frohes Neues Jahr!

1. Januar 2009

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von DVDiscovery ein Frohes Neues Jahr!

Zu den Neujahrsgrüßen der passende Film: Ein glückliches Jahr von Claude Lelouch. Als er zum Jahresbeginn aus der Haft entlassen wird, verliebt sich Simon (Lino Ventura) in die wunderbare Francoise (Francoise Fabian). Ein entspanntes Beziehungsdrama mit einem ungewohnt romantischen Ventura. Ausführliche Kritik.

DVD-Screencap: Ein glückliches Jahr (Black Hill Pictures)