Dürfen DVD-Labels über ihre Produkte sprechen, geraten sie meistens ins Schwärmen. „Erstklassig“, „spannend“ oder „großartig“ lauten die beliebtesten Adjektive, mit denen gewiefte PR-Abteilungen die Kundschaft ködern. Sobald es allerdings um Zahlen geht, also die Frage: Wie viele Einheiten von bestimmten Titeln verkauft wurden, herrscht eher das große Schweigen. Verständlicherweise. Niemand gäbe freiwillig sein bestgehütetes Geheimnis preis. Umso erfreulicher, wenn manche Anbieter in dieser Frage geradezu eloquent werden. Zum Beispiel: KSM. In der aktuellen Ausgabe des Branchenblatts DVDMarkt sprechen Benjamin Krause und Harald Schneider, Geschäftsführer des Hochheimer Anbieters, von einem „erfolgreichen Geschäftsjahr 2007″. Und belegen ihre Aussage mit einigen Fakten. So seien die „mit Abstand erfolgreichsten“ Titel im so genannten Hochpreisbereich Literaturverfilmungen gewesen – mit je 10.000 bis 15.000 verkauften Einheiten. Gemeint sind BBC-Produktionen wie Pride & Prejudice – Stolz & Vorurteil oder Vanity Fair. Zudem hat sich die Bud Spencer & Terence Hill 3er Box mit 15.000 Units ganz wacker geschlagen. Den Bogen raus hatte KSM auch mit der Lizenz für Gwyn – Prinzessin der Diebe. 30.000 Käufer sind bei Keira Knightleys Auftritt im leichtgeschürzten Robin Hood-Gewand tatsächlich ins Schwärmen geraten. Kompliment an die PR-Strategen.
Cover-Artwork: KSM
