Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie

Vor kurzem ist in England The Masque of the Red Death auf DVD erschienen. In der Hauptrolle glänzt Vincent Price als Fürst Prospero, der sich im 12. Jahrhundert in den Gemäuern seines Schlosses vergnügt, während draußen der rote Tod lauert. Als urplötzlich ein rotgekleideter Unbekannter auf einer dieser Partys auftaucht, bricht Panik aus. „Mit diesem vorletzten Film verleiht Regisseur Roger Corman seinen äußerst erfolgreichen Poe-Adaptionen ihren wohlverdienten Rahmen“, schrieb ich im Lexikon Hölle auf Erden. „Hatten sich die bisherigen Produktionen durch ihren eigenwilligen Charakter von den Vorlagen immer stärker entfernt, so stand bei Satanas eine literaturgetreue Verfilmung auf der Agenda. Gedreht wurde in den Londoner Elstree-Studios mit einem größeren Budget und erheblich mehr Aufwand. Neben der titelgebenden Erzählung bauten die Autoren .. noch die Geschichte von Hopp-Frosch in ihr Skript .. ein.“(1)

In Deutschland ist der Horrorfilm übrigens unter dem reißerischen Titel Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie bei MGM auf DVD herausgekommen und derzeit vergriffen. Darauf deuten zumindest die hohen Gebrauchtpreise – ab 22 Euro – bei Amazon Marketplace hin. Für weniger Geld kann man die britische Optimum-DVD erwerben, deren Menüs ungefähr so rot geworden sind wie das Haar von Hauptdarstellerin Jane Asher.


Literatur
(1) Bertler, Andreas/Harry Lieber: Hölle auf Erden – Kompendium 2000. Lexikon des Horror- und Phantastischen Films, München 1999, S. 741.

Die Menü-Motive sind der Optimum-DVD von Masque of the Red Death entnommen.

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